Parents pray for the health of seriously ill daughter. Ich zitiere hier aus einem Text der Nachsorgeklinik Tannheim: http://www.tannheim.de/
“Sie alle hatten Träume von einer heilen und manchmal sogar besseren Welt – mit fröhlichen, glücklichen  Töchtern und Lausbuben, einem gemütlichen Heim, von Karriere und Wohlstand, von Menschen, die für  sie da sind, mit ihnen lachen, weinen und sie trösten.
Die Erwachsenen wollten gute Eltern sein, ihre Kinder achtsam beschützen und ihnen gleichzeitig Mut zusprechen, um das Leben zu entdecken. Bei all diesen Abenteuern wollten sie der schützende Hafen sein  und bei wilden Aktionen die Vernunft mitreden lassen. Mit der eigenen Erfahrung wollten sie ihre Kinder führen und auf das Leben mit seinen bunten Facetten vorbereiten. Dabei konnten sie gemeinsam mit ihren Kleinen so manche Entdeckungsreise hinein in die Welt nochmal selbst erleben.
Und dann kam das Unvorhergesehene, das Unglaubliche – die Diagnose einer lebensbedrohlichen Erkrankung. Keiner konnte es verhindern. Wollten nicht alle das Leben gerne selbst bestimmen und kontrollieren, es beeinflussen, indem sie alles richtigmachten? Alle Träume, Illusionen, Erwartungen und die Zukunft waren innerhalb weniger Sekunden, mit wenigen Worten: „Ihr Kind hat Krebs …“, mit einem so kurzen Satz, zerronnen, aufgelöst, zerplatzt, unwichtig geworden!”

Die Seele braucht Zeit
Das Leben erstarrt, alles Denken, alles Handeln kommt zum Stillstand. Der Kopf versteht vielleicht was geschehen ist, aber Ihre Gefühle – die Seele – benötigt ein mehr an Zeit. Die Konfrontation mit der Krankheit lässt Sie erstarren, doch trotzdem muss gleichzeitig gehandelt, entschieden und auch organisiert werden. Sie stehen plötzlich vor einem Lebens – Wandel.
Sicher, vieles läuft wie in einem Automatismus ab, Sie funktionieren. Doch schon nach kurzer Zeit sind Sie mit Ihrer Energie am Ende, Ihre Seele und auch Ihr Körper sind ausgelaugt und Sie benötigen neue Lebensenergie.
Ihr krankes Kind erhält alles Notwendige was nötig und möglich ist, doch Sie als Familie benötigen Kraft, Aufmerksamkeit, Achtsamkeit und Mitgefühl. Doch auch Hilfe um der Situation und den Anforderungen überhaupt gerecht werden zu können.

Wir sprechen Eltern, Geschwisterkinder und auch die Großeltern an!
Die Großeltern sind ebenso von dem Schmerz betroffen, wie die Eltern und Geschwisterkinder. Häufig fehlt ihnen die Möglichkeit, ihre Trauer, ihre Betroffenheit und Hilflosigkeit anzusprechen und zu verarbeiten. Eine Großmutter sagte uns: ” Zu meinem eigenen Schmerz, den ich um mein Enkelkind fühle, kommt auch noch der Schmerz hinzu, wenn ich sehe, wie meine Tochter leidet!”